366 tage später

1 jahr ist es heute her. vor 366 tagen habe ich meine diagnose bekommen. unglaublich wie die zeit vergeht. ich dachte, diese zeit der therapie würde sich wie eine ewigkeit anfühlen. tat sie aber nicht. ein halbes jahr chemo verging ebenso wie im flug, wie die darauf folgende bestrahlung und reha. 

doch das leben ist nicht mehr das selbe. vor einigen tagen habe ich bemerkt, dass ich anfing über das jahr zu resümieren. irgendwie ist es doch ein ‚besonderer‘ tag. (allerdings habe ich mich dazu entschlossen, nicht den diagnosetag zu würdigen, sondern meinen op-tag. der tag an dem mein tumi ausgezogen ist und entsorgt wurde) 

mein leben ist seit dem nicht schlechter oder besser. es ist anders. etwas besonderes. wie bereits in einem vorigen blogeintrag erwähnt, stand mein zeitpunkt diese schöne welt zu  verlassen fest. aber hier bin ich noch. und sehr dankbar dafür. ich möchte mein altes leben nicht zurück. ich habe mich verändert und so würde mein altes leben gar nicht mehr passen. ich bin praktisch rausgewachsen. was ich dafür eintauschen musste ist meine unbedarftheit. nicht unerheblich. denn zwickt irgendwo etwas am oder im körper klopft ein kleines ‚oh-oh-metastasenalarm-männchen‘ ganz hinten in meinem kopf an und breitet sich nach vorne aus. wie ein kleiner dominoeffekt. und dazu kommen die nachsorgetermine. diejenigen, die es auch erleben, wissen wovon ich spreche.  denn ich habe mittlerweile auch meine erste nachsorge hinter mir. und was soll ich sagen… alles tippi toppi. aber bis dahin… die stunden… unbeschreibliche anspannung. aus jeder mimik der ärztin denkt man eine diagnose oder bewertung schließen zu können. also lieber weg schauen. darauf kann ich mich jetzt erstmal alle 3 monate freuen. thriller für lau.

es ist aber auch die ideale gelegenheit, mich bei den menschen um mich herum zu bedanken. danke an meine mama. meinen mann. meinem papa und meine brüder mit ihren familien. meine großeltern und dem rest der familie. besonderer dank geht an meine kleine nichte M. sie hat keinen schimmer wie sehr sie mir in der therapiezeit geholfen hat (danke meinem bruder dafür). und natürlich ebenso eine bereicherung meines lebens, mein kleiner neffe B, der im februar auf die welt kam. und danke an meine freunde. 

nicht nur mein leben hat sich verändert. auch ihres. und das leben geht weiter. 

zum glück 🍀

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