spätfolgen der therapie oder nur etwas wehleidig?

ich habe einen interessanten beitrag auf einem blog zu den nachwirkungen nach der krebstherapie gelesen. das hat mich motiviert auch aus meiner sicht dazu zu schreiben. denn besonders momentan habe ich das gefühl, dass mich dieses thema streift.

vor einem jahr hatte ich gerade nr. 4 meiner paclitaxel chemo intus und das erste drittel war praktisch geschafft. die nebenwirkungen waren für mich absehbar und managebar. alles in allem kam ich recht gut klar damit.

heute hab ich das gefühl leider nicht mehr. zumindest momentan… seit einigen tagen habe ich das gefühl ich stecke gerade wieder mitten drin. und dabei gehöre ich nicht mal zu den frauen, die noch über jahre eine antihormontherapie machen müssen. 

meine haut ist unglaublich empfindlich. alles was auch nur ansatzweise einen wollanteil hat macht mich wahnsinnig. toll bei kaltem wetter… synthetik ist auch bescheiden, denn ich schwitze sogar bei leichter bewegung wie ein depp. und wir haben noch nicht mal ansatzweise sommer. durch meinen arbeitsweg gehe ich viel zu fuss und viele treppen. doch jeden tag habe ich das gefühl ich wäre über monate keine treppen mehr gestiegen. und meine beine schmerzen als hätte ich eben mal die schwarze skipiste gewuppt. mein zyklus… bleibt aus. keine anzeichen das er wieder kommen will… eigentlich angenehm, aber diese habachtstellung ist sehr unangenehm. man will ja nicht aus dem nichts überrascht werden. ich habe aber doch immer wieder zyklusähnliche beschwerden. leichte krämpfe und schmerzende brust. bis jetzt hat sich immer nur die nicht betroffene gemeldet. nun auch die betroffene. suuuper, denn schon schreit ein kleines rezidivmännchen hallooo. meine haut sieht plötzlich 10 jahre älter aus. dazu kommt, dass ich sofort blaue flecken bekomme. als ich letztens die geburtstagstorte für meinen neffen machte mit viel gedöns und handarbeit hatte ich anschließend blaue unterarme. nicht schön. mein arm mit den entfernten lymphknoten ist momentan auch kaum belastbar und braucht tage bis er sich erholt hat.ich nehme auch jede erkältung mit die meinen weg kreuzt.

ich habe das gefühl ich bin unfassbar wehleidig geworden seit meiner erkrankung. vielleicht bin ich aber auch zu verwöhnt, denn von starken nebenwirkungen war ich wirklich verschont geblieben. und so verdrängt man schnell mal was der körper alles durchgemacht bzw. gemeistert hat. 6 monate chemo, 4 ops mit vollnarkose und 33 bestrahlungen in 11 monaten sind kein spaziergang. und das alles ist noch nicht mal ein jahr her. 

man müsste meinen die sonne scheint mir aus dem allerwertesten seit der krebs weg ist, äußerlich sieht mir niemand mehr an das ich krebs hatte (!) doch mit dem ende der therapie ist es nicht wirklich vorbei. 

trotz allem ist das leben schön ❤

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3 Gedanken zu “spätfolgen der therapie oder nur etwas wehleidig?

  1. Vale47 schreibt:

    Klamottentechnisch bin ich gerade auf American Vintage umgestiegen. Sehr gute Qualität und: aus Baumwolle/ Leinen. Ich vertrage nämlich auch nichts synthetisches oder Wolle. Es ist wirklich interessant, was den Körper betrifft. Alle reden immer von den Nebenwirkungen während der Chemo – kaum einer von danach. Mir geht es gerade ähnlich: Fatique – während der Therapie nada, nix. Momentan die Hölle. Hitzewallungen? Während der Chemo auszuhalten. Mittlerweile wie als würde ein Saunazug mich überrollen … usw. und sofort. Hoffe, das sich das alles mit dem Frühling bei uns wieder gibt. Einen Teil schiebe ich ja aufs Wetter 😉 Stay strong Dani!

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