unterm strich… 

… gibt es viel mehr feiertage! 

das muss mich immer wieder feststellen. damit meine ich nicht das gesetzliche feiertagsparadies deutschland. sondern meine persönlichen feiertage. 

01. oktober: geburtstag

21. oktober: diagnosetag – und ab diesem tag darf man sich survivor nennen 

18. april: letzte chemo 

12. mai: op – tumi zog aus. bedeutet,  seit diesem tag bin ich quasi krebsfrei

22. august: letzte bestrahlung… was heißt offizielles therapieende. und ab hier zählt man die rückfallfreien jahre (klingt doof… ist aber so)

dazu kommt ja auch noch jeder nachsorgetermin. alle 3 monate… zwei ärtze, dann noch diverse zusätzliche untersuchungen… 

oh… und den zurück-im-job-tag könnte man auch dazu zählen. das wäre dann der 6. dezember. 

also meine damen und herren… es gibt viel zu feiern. und nachdem das leben schön ist, feiere ich natürlich dazwischen auch viele tage. im letzten jahr habe ich festgestellt, man kann gar nicht genug gelegenheiten haben. und mit feiern meine ich nicht, dass ich ne party schmeiß. nein, manchmal reicht es schon für mich alleine zu feiern… weil die sonne scheint, weil es regnet, weil weil weil… das ginge endlos. manchmal sitzen wir aber auch zusammen und stoßen bewusst auf das leben an.

in diesem sinne, auf das leben! es heißt ja so schön, man muss die feste feiern wie sie fallen. und wie sie fallen bestimme in diesem falle einfach ich 🎆

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1 jahr nach therapieende…

…bin ich quicklebendig! 

ich habs geschafft. dieses statistisch kritische erste jahr!

das schreit nach einem feiertag 🎉 den ich aber erst nach meiner nächsten, umfassenden nachsorge feiern werde. nichtsdestotrotz fühl ich mich unglaublich stark… und zugleich doch sehr zerbrechlich. immer im hinterkopf schlummernd, dass mich dieses unfassbare glück des gesundseins verlassen könnte. und doch ist genau diese tatsache dafür verantwortlich, dass ich das leben viel mehr genieße. dafür brauche ich keine großen unternehmungen. keine urlaube. keine action geladenen erlebnisse. nur das leben an sich. das einatmen und ausatmen. das lächeln das es mir ins gesicht zaubert bei einem wunderbaren augenblick. das sein.

heute vor 1 jahr war meine letzte bestrahlung. 10 monate therapie waren zu ende. ein harter alltag war zu ende. heute bin ich in einem neuen alltag angekommen. es hat sich eingespielt. bei 100% bin ich nicht. muss ich aber auch nicht. habe ich für mich beschlossen. und da fällt mir eine unterhaltung ein, welche ich bei meiner letzten nachsorge im wartezimmer bei meiner onkologischen gynäkologin hatte. ein junger mann, der auf seine mutter wartete, fragte mich wie es mir geht. und wo ich noch hin will und was meine ziele sind im leben. hm… solche fragen konnte ich vor 10 jahren schon nicht beantworten. und jetzt? was will ich, außer diesen zustand zu behalten? …hawaii. mind. 4 wochen. vor 40, also bevor meine möpse meine knie begrüßen. letzteres hab ich allerdings für mich behalten 😉 aber das ist eigentlich nicht wichtig. ich habe keine ziele. und eigentlich hatte ich sie noch nie. ich bin momentan unglaublich zufrieden mit meinem kleinen, unspektakulären leben. ich würde nichts ändern wollen. und das war auch nach längerem überlegen meine antwort. und nach einer kurzen pause beglückwünschte er mich 》das können nicht viele behaupten《 an dieses gespräch erinnere ich mich immer wieder mal und ich empfinde es nach wie vor als ehrenwert, wie sehr er meine aussage schätzte.

 so und nicht anders ist es. angst hin oder her. wichtig ist, sie dominiert nicht mein leben. sie gehört dazu. aber das tut regen zum wetter auch. und tatsächlich wäre das leben ohne nicht so besonders.

same procedure as every 3 months

… die berüchtigten 5 tage… alle 3 monate…vor der nachsorge. 5 tage die niemand bestellt hat und niemand braucht.

es fängt an mit einem flauen magen. dann kommt angespanntheit dazu. plötzlich hab ich ganz viele symptome. die muskeln schmerzen. die knochen. ich hab husten. und natürlich ist mit schwindelig und ich sehe verschwommen. klarer fall von krebs. da is er wieder. logisch. warum ist mir das nicht früher aufgefallen. stimmt. vorgestern war ja noch gar nix… dazu gesellt sich überreiztheit. müdigkeit. und ich kann schon mal unhöflich werden. dieser zustand dauert ca. 3 tage.

dann endlich kommt der tag der nachsorge bei meiner onko. lebersono, lymphsono und blutbild. zuhause aber erstmal noch 3x zur toilette, nervöser magen, nervöse blase… gut das nie blutdruck gemessen wird. hab ich diesmal zuhause aus jux und dollerei. 156/114… das erklärt wohl so einiges. das ich mir zu hause bereits sämtliche metas eigendiagnostiziert habe verschweige ich meiner onko erstmal und endlich lieg ich nun auf der ultraschallliege und ich kann ihr nicht ins gesicht sehen… jeder blick könnte fehlinterpretiert werden. und da kommts… alles in ordnung! dann noch blutabnehmen. dann warten. gespräch und warten. im schnitt komm ich nie unter 2 stunden raus. viele beschweren sich darüber. alle sind aber mindestens doppelt so alt wie ich. ich nehme das so hin. kann eh nichts daran ändern. viel erschreckender finde ich die anzahl an patienten/innen die hier warten. an diesem tag 4 scheint mir dann die sonne aus dem allerwertesten und meist belohne ich mich mit shoppen.

tag 5 ist der tag danach. ich bin zerstreut. durch den wind. schusselig. und unglaublich weinerlich. die zertreutheit zieht sich allerdings eine woche hin. ich vermute das es an der abfallenden anspannung liegt. auch hab ich das gefühl, dass sie von termin zu termin mehr wird. mein statistisches rückfallrisiko ist in den ersten 3 jahren recht hoch… also bleiben bald noch 2 jahre in denen zeit für anspannung ist. super… aber hey! nur noch 2! die nächste nachsorge wird wieder umfangreicher. meine onko möchte beim nächsten mal darüber sprechen was alles sinnvoll zu checken ist, ohne den körper mit unnötig strahlen zu belasten. aber jetzt erstmal 3 monate entspannung.

die engsten menschen um mich wissen immer von den terminen. ich bin am überlegen, ob ich das bei manchen ändere. selbst wenn ich einen rückfall nicht beim universum bestellt hab… jeder wartet auf das ok… was wenn ich es irgendwann mal nicht geben kann… lieber teile ich die gute nachricht ohne das alle währenddessen mitbibbern müssen.

lange rede, kurzer sinn… meine 4. nachsorge ist geschafft. alles gut 🍀 yay!

gnackfotzn

gnackfotzn = bayerisch für genickschlag

so fühl ich mich, wenn mir schlagartig bewusst wird, dass ich brustkrebs hatte. ich hab gerade burgzeit = allein zuhause. ohne mann. ich hab mir eine pizza gemacht, ein glas wein gegönnt. okay… es waren 3… und mir ‚Bad Moms‘ angekuckt. mit christina applegate. und da kommt es. direkt ins gesicht bzw. ins genick. fast könnte ich eigentlich losheulen. sie hatte ihn auch. brustkrebs. und doch sind seit ihrer diagnose 9 jahre vergangen. unglaublich wie einen diese tatsache so tangieren kann. macht wohl auch das dritte glas wein. scheiße… ich hatte wirklich glück. die nächste nachsorge rückt bereits näher. mitte juli ist es wieder so weit. und ich merke das ich zu dieser untersuchung immer emotional und unruhig werde. ich schlafe unruhiger. bin in manchen momenten gefangen in meiner gefühlswelt. eigentlich nicht schlimm. aber es veranlasst mich, mich manchmal in den schlaf zu beten. zu bitten, dass der krebs nicht wieder kommt. weil ich eine scheiß angst davor hab. und zu danken, dass es momentan so ist wie es ist. nämlich schön. ich hab ein schönes leben. noch immer oder deswegen noch mehr. trotz der immer wiederkehrenden angst. sie kommt in nicht besorgniserregenden abständen. denn würde sie nicht kommen, wäre es doch irgendwie komisch. im alltag rückt meine erkrankung in den hintergrund und doch ist es der erste gedanke wenn etwas ‚anders‘ ist. wenn ich mich schwach fühle. mir etwas weh tut. ich miese laune hab. und doch bin ich nach wie vor ein glückskind. ausser meinen narben hab ich so gut wie keine nachwirkungen. ich weiß das zu sehr schätzen. und ich bin sehr dankbar dafür. leider macht dieser umstand meine angst manchmal nicht kleiner. vielleicht ist das der preis fürs überleben. ein längeres leben. und trotz allem ein fairer preis würde ich sagen 🍀

an meine haut lasse ich nur wasser und…

… ja was denn eigentlich?

nach so einer krebskakke ändert sich vieles. nicht nur das leben an sich. ich möchte mir auch bewusst etwas gesundes tun. bei mir fing es an mit der ernährung. bereits während der chemo hab ich auf bio umgestellt, kein zucker, wenig fleisch, mehr fisch, keine wurst mit nitritpökelsalz, kein genussrauchen mehr. seit therapieende kommt mir als alkohol so gut wie nur noch rotwein ins glas. viel gemüse, grünkohl, brokkolisprossen… usw… 

doch was ist mit der haut, unserem größten organ? da während der chemo die haut sehr empfindlich wurde, hatte ich da schon auf babypflege und biokosmetik umgestellt. wenn man sich mit dem thema bedenkliche inhaltsstoffe aber mal mehr beschäftigt, stehen einem die haare zu berge! hormonellwirksame stoffe, in tierversuchen krebserregende und zellverändernde inhaltsstoffe… in fast allem was man so kaufen kann… will… und bereits zu hause hat! also hab ich mit hilfe der tollen Codecheck App (hier erfassen nutzer die inhaltsstoffe selber, also schwanken manche suchergebnisse. aber man hat einen guten anhaltspunkt) oder auch der App ToxFox (vom Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland e.V.) in der besorgniserregende inhaltsstoffe erfasst sind, zuhause mal aussortiert. die nutzung der apps ist easy. einfach den barcode scannen und schon werden einem die inhaltsstoffe nach bedenklichkeitsgrad aufgelistet. vieles musste ich entsorgen, denn das wörtchen krebserregend löst latenten würgereiz aus. und mittlerweile kann es schon mal passieren, dass ich ewig im drogeriemarkt stehe. seit einer weile bin ich unbedenklich ausgestattet und hab ganz wunderbare kosmetik und pflege gefunden. (aktuelles highlight ist die bodylotion mit honig von Lavera. würde ich Winnie Puuh im Hundertmorgenwald treffen würden wir beste freunde werden 😉 

aber mit pflege und kosmetik hört es ja eigentlich nicht auf. nächster schritt ist momentan das waschmittel. ich habe bereits einige gekauft und bin am testen. ich muss sagen, enttäuscht wurde ich noch nicht. und was folgt noch? spülmaschinenmittel. biologisches hab ich bereits zuhause. sobald das ‚konventionelle‘ verbraucht ist, kommt das neue zum einsatz.

erstes fazit. ich bin sehr zufrieden. die produkte stehen den konventionellen mittlerweile in nichts mehr nach! früher, ich hatte eine biophase schon mal in sehr jungen jahren, war das ergebnis mit biokosmetik eher eigenwillig anders. da merkte man, was für ein gewohnheitstier man ist. jetzt finde ich biokosmetik fast schon besser. bestimmt auch, weil ich einen ganz anderen bezug dazu habe. 

klar aber ist, besonders bei waschmittel und spülmaschinenmittel muss man tiefer in die tasche greifen. bei kosmetik und pflege empfinde ich das nicht so. das einkaufen regionaler und bio lebensmittel merkt man auch in der haushaltskasse. aber was tut man nicht alles für ein biologisches ich tu mir gutes gefühl. deshalb freu ich mich jedesmal noch viel mehr über meine honiglotion…  wie Winnie Puuh über einen topf voller honig 🍯🐻 

im flow 🌊

bis zum beginn meines urlaubs vor gut einer woche war ich schon knapp an meiner grenze. meine konzentration ließ nach, ich war schneller genervt und mit dieser mischung kommt auch die krankangst. 

ABER momentan habe ich das gefühl, dass ich im flow bin (ich hoffe das wort passt in diesen kontext). nach einiger zeit habe ich für mich entdeckt, wie mir mein alltag am besten bekommt. ich stehe morgens vor meinem mann auf und gehe schon mal ins bad. wenn er ins bad kommt gehe ich in die küche und fange an mein frühstück, kaffee und mittagessen fürs büro vorzubereiten. unter der woche frühstücken wir nicht zusammen, also hab ich praktisch über 2.5 stunden morgendliche burgzeit  (= zeit für sich ohne den liebsten, die man bewusst ohne schlechtem gewissen genießt) im idealfall mache ich vor dem frühstück qi gong. das gelingt mir mind. zweimal die woche. dann gehts ins bad zum fertighübschen und anschließend frühstücken… oder auch andersrum. dieser morgen für mich tut mir unglaublich gut. klar, ich komm später ins büro,  also auch später heim. aber unterm strich bin ich entspannter als vorher. das hat unter anderem zur folge, dass ich sehr optimistisch gestimmt bin. auch in der arbeit und mir nicht schon gedanken um dinge mache, bevor sie passieren. vielleicht ist das auch ein eigenschutz. aber das klappt gut! einziger nachteil ist, dass ich schlecht mit nörgeln, ‚jammern‘ usw. umgehen kann.
was mir jetzt allerdings lange stress bereitete war meine fehlende sportliche betätigung. wir alle wissen von den studien zum sport bezgl. der senkung des rezidivrisikos… und dieses wissen, als nach wie vor unsportlicher mensch, stresst mich. bis meine osteopathin meinte, ausschlaggebend in diesen studien ist unter anderem auch die sauerstoffversorgung. und die hab ich optimal durch qi gong und meine langen bewussten spaziergänge. also vermeide ich den stress aus fehlendem sport, welcher ja eh schlecht wäre und bin tatsächlich sehr fein mit mir. denn ich habe festgestellt, dass dieses sportliche rumgedenke mich sehr an meine erkankung und ein ‚ich muss, um nicht…‘ fesselt. nicht so geht es mir mit der ernährung. das geht ohne groß nachzudenken. denn dazu muss ich mich kaum anstrengen und hab keinen mussgedanken dahinter. ich finde, in bezug auf ernährung, bewusstsein, stress, natur, biophilia bin ich sehr gut unterwegs und tue somit stressfrei mein möglichstes für ein langes und gesundes leben. vielleicht mag man jetzt denken, dass meine einstellung dazu naiv ist, aber ich habe einen weg gefunden mit dem ich mich gut fühle. denn da denke ich auch an die vielen frauen, welche ohne viel sport und ernährungsumstellung nicht wieder erkrankt sind. es geht also auch so. 

ich genieße meinen sommerurlaub in vollen zügen. zuhause. eine woche habe ich noch und das erste mal denke ich mir > yeah, noch eine woche < und nicht > oh mann, nur noch eine woche < 

(un)wirklichkeit

immer wiede höre ich voller verzückung, wie gut ich doch aussehe. natürlich unter beachtung meines krebsbesuches. und ich empfinde dieses kompliment als positiv. denn auch ich fühle mich momentan sehr gut. ich bin zufrieden mit mir selbst, in jeder hinsicht.

so auch letztens mit meiner mama. denn betrachtet man das äußere, scheint ein vorangegangener kampf gegen den krebs unwirklich. das hat zur folge, dass es einen manchmal wie ein fieser schlag ins genick trifft und man neben der gesund wirkenden äußern hülle, daran erinnert wird, dass es im schlimmsten fall nur für eine kurze zeit so sein könnte. (aber wie bereits oft gesagt, hab ich so beim univerum nicht bestellt!) mir selber ist es oft bewusst, eigentlich täglich und ich lebe auch bewusst mit meinen ängsten. dem gegenüber aber nicht.

nun hat meine mama im letzten gespräch etwas gesagt, ehrlich, als meine mama, die mich mein leben lang kennt, im bezug auf dieses thema. 》man sieht es an den augen. sie lachen beim lachen nicht mehr wie vorher. es scheint als wäre etwas kaputt gegangen.《 nach einer kurzen schweigeminute war meine antwort nur 》ja, die unbeschwertheit!《 

die ist futschikowski. und das wiegt in manchen momenten schwer. kein ziepen ohne metastaseneigendiagnose. das ist anstrengend. und doch kann ich nur immer wieder betonen, dass ich ein wunderbares leben habe und ich genieße es! also, alles halb so wild baby!

365 + …

oder cancerversary 🎉 wie man im englischen so schön sagt!

das wurde gefeiert am 12.5. also vor wochen schon. (man merkt… ich komm zu nix…) dieser tag fühlte sich gut an! ein jahr krebsfrei! unglaublich! toll! viel mehr gibt es dazu eigentlich gar nicht zu sagen bzw fehlen mir die passenden worte dazu ☺ und eigentlich kann man es gar nicht in worte fassen.

ansonsten geht es mir sehr gut. der alltag vereinnahmt mich etwas. aber das passt schon. dafür genieße ich meinen freien tag umso mehr! das ist nach wie vor schön und gut so wie es ist!

und die angst? ja… die kommt. phasenweise. gewöhnt hab ich mich nach wie vor gar nicht daran. aber auch das ist okay so. es gibt tage an denen meine erkrankung so passiv in meiner seifenblase schwebt, dass ich sie kaum wahrnehme. find ich gut! und manchmal so stark präsent ist, dass man darüber viel zu viel denken und sprechen muss. aber das alles hat auch zur folge, dass ich wenig schreibebedürfnis habe. in diesem sinne… genießt das leben! 

p.s. es gäbe noch einiges zu berichten, doch der urlaub kommt sehr bald und das schreibebedürfnis bestimmt auch 🙂

ein jahr später… das leben nach chemotherapie

woooohhhhh…. unfuckingfassbar…. ein jahr ist nun meine letzte chemo her!

vor einem jahr, am 18.04.2016 hat mich meine mama das letzte mal zur chemo gebracht. ein unglaubliches gefühl! denn da waren sie vorbei… 6 monate therapie. es hat sich gelohnt! erst letzte woche hatte ich ein kontroll-mrt. und was soll ich sagen… es war so unfuckingfassbar unauffällig, dass wir nicht mal mehr ein ultraschall brauchten! 

nun zu meinem wohlbefinden. hin und wieder merke ich einige nebenerscheinungen, welche wohl mit den zytostatika zusammenhängen (vll auch manches am alter 😂)

der kollektive wimpernverlust… ja er ereilt mich noch immer. mittlerweile verschwindet das kollektive ausfallen, aber alle 2 bis 3 monate hab ich miniwimpern. meine augenbrauen halten sich tapfer. nach wie vor bekomme ich extrem schnell blaue flecken. meine muskeln und gelenke schmerzen immer noch schnell. das werde ich allerdings bei meinem nächsten arzttermin ansprechen. denn außer vitamin D nehme ich keine nahrungsergänzungsmittel ein und versuche alles über die ernährung zu machen. was recht aufwendig ist. aber der zweck heiligt die mittel. ich hab leider noch schlechteres bindegewebe als vorher. jeden monat hab ich schlechte schlaftage. mit nicht schlafen können, hitzegefühle und unruhe. ein muster hab ich noch nicht festgestellt. meinen zähnen geht es soweit ganz gut, keine weiteren verluste zu beklagen. 

was hab ich nicht mehr? kopfschmerzen und migräne! das schreibe ich allerdings der ernährungsumstellung zu. ich esse sehr low carb high fat, tendierend zu ketogen. ich habe schon gelesen, dass sich diese ernährung sehr positiv auf den kopf auswirkt. und mein gewicht ist seit therapiebeginn gleichbleibend. auch meine haut dankt es mir anscheinend. sie ist besser denn je. also alles doch sehr unspektakulär. 

eben hatte ich meine nachsorge in der strahlenklinik. alles bestens und mein nächster termin ist erst in einem jahr.

nächster halt, nachsorge onkologie und gynäkologie… noch im april. dann kehrt erstmal sommerruhe ein. 

projekt: postcrossing

als ich letztes jahr viel zeit zum lesen hatte, entdeckte ich in einer ausgabe eines achtsamkeitsmagazines einen artikel um das ‚verlorene gegangene‘ briefe und postkarten schreiben und einen tipp: POSTCROSSING. hinter postcrossing steckt eine plattform auf der man sich registrieren kann. durch zufallsprinzip wird, wenn man eine karte hinaus in die welt schicken möchte, eine adresse eines anderen mitglieds ausgewählt. auf dessen profil gibt er wünsche für kartenmotive oder einen infowunsch an. diese idee fand ich so toll, dass ich mich angemeldet habe und im september 2016 meine erste karte nach australien versendet habe. hat das mitglied sie erhalten, muss es sie registrieren und man bekommt die benachrichtigung, dass sie angekommen ist. meist mit einem kurzen feedback des empfängers. hat man eine karte verschickt, wurde auch die eigene adresse vergeben und man bekommt eine karte aus der großen weiten welt.
einmal im monat schicke ich 3 bis 5 karten los und gehe dafür bewusst kartenkaufen und ich freue mich wenn die karte am anderen ende der welt freude bereitet. bis jetzt habe ich 24 karten verschickt und 23 karten bekommen. meine versendeten postkarten haben eine distanz von 117.177 km zurückgelegt. meine april karten gehen nach RUSSLAND USA FRANKREICH und BULGARIEN 📍

ich finde es toll! und eine wundervolle art etwas ‚von der welt zu sehen‘ in diesen digitalen zeiten. 

happy postcrossing 📯